Dacia Spring: Das ist bereits bekannt

Mit der Studie des Elektrofahrzeuges Spring bricht für Dacia ein neues Zeitalter an: Das Zeitalter der Elektromobilität. Während reine Elektrofahrzeuge noch immer in der Anschaffung recht teuer sind, möchte Dacia mit dem Spring zeigen, dass man Elektrofahrzeuge durchaus auch günstig anbieten kann und auf die Dacia-Tugenden keineswegs verzichten muss. Doch auch wenn es noch etwas dauern dürfte, bis sich Kunden ein Elektrofahrzeug aus dem Hause Dacia kaufen können, ist bereits jetzt einiges bekannt.

K-ZE als Basis

Bereits als Renault in China den K-ZE vorgestellt hat war vielen klar: Der könnte auch als Dacia nach Europa kommen. Tatsächlich erinnert das Design irgendwie an einen etwas kleineren Sandero Stepway. Doch was anfangs von Renault verneint und abgelehnt wurde, ist nun Realität: Der K-ZE dient als Basis für einen rein elektrischen Dacia.

Technik aus dem Renault-Konzern

Zu den technischen Daten hat sich Renault noch nicht geäußert. Da die Studie jedoch ein modifizierter Renault K-ZE ist, kann man davon ausgehen, dass der Spring mit einem schnellladefähigen 26,8-Kilowattstunden-Akku und eine Spitzengeschwindigkeit von 105 Kilometern pro Stunde kommen wird. In Kombination mit einem 33-Kilowatt-Elektromotor, der 125 Nm Drehmoment liefert, die WLTP-Reichweite liegt bei ca. 200 Kilometer, was übrigens bereits von Dacia bestätigt wurde.

Denkbar wäre, dass Dacia dem Spring eine etwas größere Batterie und ein etwas stärkeren Elektromotor spendiert, um aus 120-130 km/h zu kommen. So wären Fahrer auf einer Stadtautobahn kein allzu großes Hindernis. Auch aus marketingtechnischen Gründen wären diese Werte von Vorteil.

Moderne Ausstattung

Bei der Beleuchtung setzt Dacia auf Voll-LED-Scheinwerfer. Sie setzen sich aus den Hauptscheinwerfern sowie vier weiteren, darunter angeordneten Leuchtelementen zusammen. Die Rücklichter sind ebenfalls durchgängig in LED-Technik ausgeführt. Ihr Design in Form eines doppelten „Y” gibt einen Ausblick auf die zukünftige Lichtsignatur der Marke.

Ebenfalls mit an Bord sind moderne Assistenzsysteme. Dazu gehören zum Beispiel eine Rückfahrkamera, Einparksensoren, Toter-Winkel-Warner, Klimaanlage, eCall und einiges mehr. Auch das neue Multimedasystem, welches im Sandero/Logan III zum Einsatz kommt, dürfte im Dacia Spring zur Verfügung stehen. Auf eine elektronische Feststellbremse müssen die Käufer jedoch wohl verzichten.

Schlichtes Interieur

Dacia selbst hat weder Fotos noch Informationen zum Innenraum des Fahrzeuges veröffentlicht. Allerdings dürfte sich dieser nur unwesentlich vom K-ZE unterscheiden. Verwendet wird überwiegend Hartplastik und auf unnötige Schnörkel und Verzierungen wird zugunsten des Preises verzichtet. Allerdings dürfte man einige Bedienelemente aus den anderen Fahrzeugen wiedererkennen, so zum Beispiel die Bedieneinheit der Klimaanlage und die Schalterleiste.

Gedacht für den Stadtverkehr

Die Studie des Dacia Spring ist vor allem für den Stadtverkehr gedacht. Wer viel Pendelt und öfters längere Strecken fährt, für den ist der Dacia Spring eher nichts. Mit einer Reichweite von rund 200 Kilometern (nach WLTP-Standard) ist die Akkuleistung jedoch für den Stadtverkehr mehr als ausreichend, da rund 47% der Pendler lediglich bis zu zehn Kilometer pendeln. Damit käme man mit einer Akkuladung eine Woche lang aus, wenn man zwischendurch auch noch Fahrten zum Supermarkt absolviert.

Preis und Verfügbarkeit

Der K-ZE kostet in China umgerechnet rund 8.000 Euro. Zwar gibt es noch keine offiziellen Preise, doch wird Dacia diesen Preis in Europa nicht halten können. Thierry Bolloré, bis 2019 CEO von Renault, hatte jedoch noch 2019 auf der IAA eine Größenordnung von rund 11.500 Euro angepeilt, was durchaus realistisch sein könnte. Damit würde Dacia in Europa das günstigste Elektroauto anbieten. In Kombination mit Umweltboni könnte damit die Elektromobilität für viele erschwinglich werden.

Das im Frühjahr gezeigte Fahrzeug handelt sich noch um keine Studie und ist kein Vorserienmodell. Denkbar wäre, dass Dacia im Oktober das Fahrzeug in seiner finalen Fassung vorstellt (eigentlich sollte da ja die Messe in Paris stattfinden) und Kunden das Fahrzeug dann 2021 kaufen können.

 

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