Das ist der Dacia Spring

Dass Dacia an einem Elektrofahrzeug arbeitet, ist kein Geheimnis. Auch wie das neue Fahrzeug aussehen soll, ist bereits bekannt und wurde von Dacia gezeigt. Doch nun hat das Unternehmen in einer Präsentation mehr zum ersten Elektrofahrzeug aus dem Hause Dacia verraten. Dazu gehören unter anderem technische Daten, aber auch Informationen zu Ausstattungsdetails und Fotos vom Innenraum wurden veröffentlicht.

Mit dem Dacia Spring verfolgt das Unternehmen das Ziel, ein bezahlbares Elektroauto in Europa auf den Markt zu bringen. Um das Ziel zu erreichen, bedient man sich dabei auf eine bewährte Taktik: Man verwendet bereits bewährte Technik von Renault, passt diese nach seinen Bedürfnissen an und bringt das Fahrzeug dann als Dacia auf den Markt. So auch beim Spring: Technisch ist das Elektrofahrzeug ein modifizierter Renault K-ZE, der bereits seit längerer Zeit in China erfolgreich auf dem Markt ist.

Unverwechselbares Design

Der Dacia Spring vereint erschwingliche Elektromobilität in einem attraktiven Look. So erinnert das Fahrzeug stark an einen Dacia Sandero Stepway der zweiten Generation, hat aber eigene Stilelemente, die ihn dennoch unverwechselbar machen. So ist die Front des Fahrzeuges geprägt durch das schmale, horizontale LED-Tagfahrlicht. Die Scheinwerfer bilden dabei einen optische Einheit mit dem für Elektrofahrzeuge typischen geschlossenen, stark konturierten Kühlergrill, den großformatige 3D-Elemente zieren. Das Heck des Dacia Spring bestimmen der kräftig gezeichnete, farblich abgesetzte angedeutete Unterfahrschutz und die konkurierte Heckklappe. Das Design der weit außen positionierten Heckleuchten in Form eines doppelten “Y”, welche man bereits von der dritten Generation des Sanderos kennt, greift die neue Lichtsignatur der Marke Dacia auf und untersprecht die Zugehörigkeit der Dacia Familie. Die je nach Ausstattungsniveau erhältlichen 16-Zoll-Flexwheels im Look von Leichtmetallrädern runden den robusten SUV-Auftritt ab.

Den Innenraum hat Dacia mehr oder weniger komplett vom K-ZE übernommen. Durch den Radstand von 2,42 Metern und einer Höhe von 1,49 Metern steht im Dacia Spring für Fahrer und Mitreisende ein durchaus passables Raumangebot zur Verfügung, wenn man die kompakten Maße des Spring berücksichtigt. Der Kofferraum fasst 300 Liter, mit umgeklappter Rücklehne steigt das Fassungsvermögen auf rund 600 Liter. Für Kleinteile wie Einkaufswagenchips, Smartphones und Wasserflaschen  steht vorne viel Stauraum zur Wahl: ein geräumiges Handschuhfach, Türfächer und die Mittelkonsole. Auch die Rückseite der Vordersitzlehnen verfügen über Staumöglichkeiten, was eigentlich mittlerweile Standard ist. Im funktionalen Cockpit, was überwiegend aus Hartplastik besteht, hat der Fahrer durch das 3,5-Zoll-Zentraldisplay zwischen den beiden Rundinstrumenten alle wichtigen Fahrinformationen im Blick. Die Spracherkennung über Google oder Apple lässt sich per Knopfdruck am Multifunktionslenkrad aktivieren. Anstelle des Schalthebels übernimmt ein ergonomisch angeordnetes Drehrad mit drei Positionen D, N und R die Fahrfunktionen. Auf eine elektrische Feststellbremse wie beim neuen Logan/Sandero muss man allerdings verzichten.

Gedacht für den Stadtverkehr

Mit einer Länge von 3.734 mm und einer Breite von 1.622 mm ist das Fahrzeug etwas kleiner als der Sandero Stepway. In Kombination mit der Leistung von 44 PS und einer Batteriekapazität von 26,8 kWh wird klar, was für ein Einsatzgebiet dem Spring zugedacht ist: Er soll vor allem im Stadtverkehr gefahren werden, wo die Reichweite keine allzu große Rolle spielt.  Diese liegt laut Hersteller bei 225 km (WLTP). Im Stadtverkehr sollen rund 295 km möglich sein. Für Einkaufsfahrten und Pendler im Stadtverkehr mehr als ausreichend. Im ECO-Modus wird die Leistung auf 23 kW begrenzt und die maximale Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h (anstatt 125 km/h) reduziert, was die Reichweite etwas verlängern soll.

Das Nötigte ist vorhanden

Um den Preis so gering wie möglich zu halten, ist die Ausstattung auf das Notwendigste reduziert, ohne jedoch auf einige nützliche Elemente zu verzichten. So ist je nach Ausstattungsniveau eine Klimaanlage, Rückfahrkamera und ein Navigationssystem verfügbar. Letzteres ist übrigens das Media Nav Evolution, auf das neue Multimediasystem vom Sandero/Logan 3 muss der Spring verzichten. Ebenfalls mit an Bord ist das von der EU vorgeschriebene Notrufsystem eCall.

Umfangreiche Ladetechniken

Der Dacia Spring verfügt über ein Ladesystem, das mehrere Möglichkeiten zur “Betankung” der Lithium-Ionen-Batterie bietet: Das City-Car kann sowohl der Schuko-Ladung an der haushaltsüblichen Steckdose, über eine Wallbox oder optional über eine Gleichstrom-Ladestation aufgeladen werden. An der Schuko-Steckdose beträgt die Ladezeit dabei rund 14 Stunden, an einer Gleichstrom-Station mit einer Ladeleistung von 30 kW werden rund 30 Minuten für eine Ladung bis 80 Prozent der Kapazität benötigt. Über eine App, die noch kommen soll, kann man über sein eigenes Smartphone den Ladestand prüfen, die Restreichweite anzeigen lassen und auch das Auto vorklimatisieren lassen, während das Fahrzeug geladen wird. So muss die Klimaanlage nicht während der Fahrt den Innenraum runterkühlen. Der Ladeanschluss befindet sich, wie beim Zoe auch, an der Front hinter dem Dacia-Logo, welches vom Fahrerplatz auf entriegelt werden kann.

Garantie, Preise und Verfügbarkeit

Die Neuwagengarantie beträgt drei Jahre oder 100.000 Kilometer, die Batteriegarantie besteht für acht Jahre oder 120.000 Kilometer Laufleistung. Zu den Preisen hat sich Dacia bisher noch nicht geäußert, allerdings dürfte der Einstiegspreis bei 10-11.000 Euro liegen. Auch ist noch nicht bekannt, ob es eine Batteriemiete gibt, wie es zum Beispiel beim Renault Zoe der Fall ist. Carsharingdienste sollen den Spring bereits Anfang 2021 bekommen, Privatpersonen sollen ab Mitte 2021 beliefert werden.

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