Das ist der neue Sandero

Bereits seit längerer Zeit arbeitet Dacia am Nachfolger vom Erfolgsmodell Sandero. Nun hat der Autobauer aus Rumänien den Sandero in der dritten Generation vorgestellt und wagt damit einen großen Schritt in die Zukunft. Dieser ist auch notwendig, wenn die Automarke auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und gegen die immer stärker werdende Konkurrenz (auch aus China) bestehen will.

Modernes Design

Mit der dritten Generation hat es Dacia geschafft, das Design moderner zu gestalten, während noch immer auf den ersten Blick ersichtlich ist, um welches Fahrzeug es sich handelt. Die Linienführung ist moderner und es gibt mehr Rundungen, Die Antenne ist an das Heck gewandert, die dritte Bremsleuchte befindet sich nun im Heckspoiler, es gibt moderne Bügelgriffe um die Türen zu öffnen und die Rückleuchten ragen in die Heckklappe hinein. Die Front kommt mit einem neuen Kühlergrill mit die für Dacia typischen Zierelemente auch Chrom, welcher von neuen, deutlich schmaleren Scheinwerfern mit neuer LED-Technik flankiert wird. Die Einfassungen für die Nebelscheinwerfer sind aus dunklem Kunststoff und wirken wesentlich hochwertiger. Die Motorhaube, welche wieder mit einem Haubenlift ausgestattet ist, weist deutlich stärkere Konturen auf. Bei der Crossoverversion “Stepway” gibt es zusätzlich noch einen angedeuteten Unterbodenschutz und zusätzliche Zierelemente sowie eine Dachreling. Am Heck ist der Knopf für die Heckklappe verschwunden, es gibt klarere Kanten und die neuen Rückleichten kommen mit der von der Spring-Studie bekannten Doppel-Y-Signatur. Auch hier hat der Sandero Stepway einen angedeuteten Unterbodenschutz.

Überarbeitetes Interieur

Neben dem Exterieur hat Dacia auch fleißig am Interieur gearbeitet. Im direkten Vergleich zum Vorgänger wird es wesentlich moderner und auch hochwertiger, allerdings sieht man dem Interieur auch an, dass Dacia sparen musste. Es überwiegt Hartplastik, aber immerhin mit unterschiedlichen Farbakzenten. Viele Bauteile kennt man bereits aus anderen Fahrzeugen innerhalb des Renault-Konzerns, so zum Beispiel der Schaltknauf, das Bedienelement der Klimaanlage und die Lenkstockschalter. Was sofort ins Auge fällt: Das neue Display vom Multimediasystem, welches nun auf dem Cockpit thront. Die Lüftungsdüsen sind nun nicht mehr rund sondern länglich und befinden sich weiter unten, ähnlich wie beim aktuellen Clio. Was auch einige erfreuen dürfte: Je nach gewählter Option gibt es nun eine elektronische Feststellbremse. Die altmodische Handbremse entfällt. Außerdem bekommt das Cockpit eine neue, stufige Kontur die für mehr Sportlichkeit sorgen soll.

Drei neue Multimedialösungen

Kaum Wünsche offen bleiben beim Thema Konnektivität. Drei Multimedialösungen sind für den neuen Sandero/Sandero Stepway verfügbar. Die Basis bilden das neue Media Control System mit 3,5-Zoll-TFT-Display und zwei Lautsprechern sowie die gleichnamige App, die das Smartphone mit dem Autoradio verbindet. Auf der Bedienoberfläche des Smartphones erscheinen daraufhin die Icons für Zusatzfunktionen. Diese ermöglichen, das Telefon mit einem ähnlichen Bedienkomfort wie ein integriertes Multimediasystem mit Navigationsfunktion zu nutzen. Das Smartphone wird mittig am Armaturenbrett waagerecht in der Smartphone-Halterung angebracht, so dass es sich im Blickfeld des Fahrers befindet. Mit dem Multifunktionslenkrad kann der Fahrer das System bedienen, ohne den Blick von der Straße zu wenden.
Das neue Media Display System verfügt über vier Lautsprecher und ein zur besseren Sicht leicht dem Fahrer zugewandtes und oben angeordnetes 8-Zoll (20,32-Zentimeter)-Display. Das intuitiv bedienbare Gerät erlaubt die Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto.
Das integrierte Multimedia-Navigationssystem mit 8-Zoll-Touchscreen-Monitor und sechs Lautsprechern bietet maximalen Bedienkomfort und ermöglicht eine kabellose Smartphone-Integration per Apple CarPlay und Android Auto.

Neue Plattform, neue Technik

Genau wie die dritte Generation vom Logan, steht auch der neue Sandero auf der Low-Spec-Variante der CMF-B-Plattform, welche vom Clio V und Captur II verwendet wird. Diese unterscheidet sich vor allem dadurch, dass bestimmte Unterstützung für zum Beispiel autonomes fahren fehlt. Mit einer Länge von 4088 mm und einer Breite von 1848 mm wächst die dritte Generation vom Sandero im Vergleich zur zweiten Generation (4057–4080 mm lang; 1733–1757 mm breit). Komplett neu ist das Dacia erstmals der radargesteuerte Notbremsassistent. Besteht die Gefahr eines Aufpralls mit dem vorausfahrenden Fahrzeug, warnt der Notbremsassistent akustisch und mit einem optischen Signal. Bremst der Fahrer nicht ausreichend stark, erhöht das System den Bremsdruck und löst eine Notbremsung aus. Dieses System steht bei Geschwindigkeiten von 7 bis 170 km/h zur Verfügung. Außerdem gibt es, wie bereits erwähnt, eine Feststellbremse und einen Toten-Winkel-Warner. Ein Licht und Regensensor soll für ausreichende Beleuchtung sorgen und den Scheibenwischer automatisch aktivieren. Apropos Licht: Wer will, kann den Sandero sogar mit Voll-LED-Scheinwerfer bekommen. Keycard Handsfree ersetzt je nach Ausstattungsvariante den Schlüssel und bietet ein Schlüsselloses Zugangssystem und einen Start-Knopf.

Motoren

Die Kunden haben beim neuen Sandero und Sandero Stepway zum Marktstart die Wahl zwischen drei bzw. zwei sparsamen und effizienten 1,0-Liter-Dreizylindern, die nach der neuen Abgasnorm Euro 6d homologiert sind. Basistriebwerk exklusiv für den Sandero ist der mit dem 5-Gang-Schaltgetriebe gekoppelte Saugmotor SCe 65. Als zweite Benzinmotorisierung ist der TCe 90 verfügbar. Dacia kombiniert das Turboaggregat mit einem neu entwickelten 6-Gang-Schaltgetriebe oder der stufenlosen CVT-Automatik. Mit der Variante TCe 100 ECO-G bietet Dacia für Sandero und Sandero Stepway auch eine auf den Betrieb mit Autogas hin optimierte Motorisierung an. Ihr CO2-Ausstoß liegt rund elf Prozent unter dem einer vergleichbaren Benzinmotorisierung. Das bivalente Triebwerk überträgt seine Kraft ebenfalls über das neue 6-Gang-Schaltgetriebe an die Vorderräder.

Verfügbarkeit

Zur Verfügbarkeit gibt es noch keine offiziellen Aussagen. Allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass Ende 2020 die ersten Vorführfahrzeuge bei den Händlern stehen und Anfang 2021 die ersten Kundenfahrzeuge ausgeliefert werden.

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