Das plant die Group Renault bis 2023

Im Rahmen der geplanten Umstrukturierungen, der Sparmaßnahmen und der Neuausrichtung der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz werden Plattformen zusammengelegt, Modelle gestrichen und auch neue auf den Markt gebracht. Auch wenn dies ein zum Teil starker Einschnitt in die Modellpalette ist, sind diese Schritte notwendig, um zur Profitabilität zurückzukehren. Was genau die Group Renault bis 2023 plant, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Neue Elektrofahrzeuge

Bis 2023 wird die Group Renault zahlreiche neue Elektromodelle auf den Markt bringen. Um konkret zu werden: Es sollen laut der Roadmap insgesamt fünf neue Elektrofahrzeuge kommen. Den Start macht noch Ende 2020 der Twingo Z.E., gefolgt vom Dacia Spring, der 2021 auf den Markt kommt. Letzterer ist eine für Europa modifizierte Version den Renault K-ZE, der in China bereits erhältlich ist. Ende 2020 wird Dacia das fertige Auto zeigen, bis jetzt ist das gezeigte Fahrzeug lediglich eine Studie. Der Dacia Spring soll schätzungsweise 15.000 Euro kosten, sämtliche Boni noch nicht angerechnet. Damit wäre der Dacia Spring das günstigste Elektrofahrzeug in Europa. Im Herbst des gleichen Jahres wird Renault ein kleines, Urbanes SUV vorstellen, welches auf der neuen CMF-EV Plattform steht und den internen Code BCB trägt. Es soll im Werk Douai gefertigt werden und von einem neuen 100 kw-Motor angetrieben werden, welcher im Werk Cléon entwickelt und produziert wird. 2022 soll dann der neue Kangoo Z.E. kommen und Ende 2022 ein weiteres, elektrisches SUV. Dieses soll jedoch wesentlich größer sein und das Top-Modell von Renault darstellen. Es dürfte auf dem Nissan Ariya basieren und könnte auch als Basis für einen Alpine-SUV diesen.

Stadtautos

In diesem Segment wird es zahlreiche Neuerungen geben. Noch Ende 2020 wird Dacia den neuen Sandero, Sandero Stepway und die neue Limousine Logan III vorstellen. Letzterer wird jedoch nur eingeschränkt in Europa verfügbar sein, zumindest in Frankreich und Deutschland wird dieses Fahrzeug nicht vermarktet. Die neuen Fahrzeuge stehen auf der technischen Basis des Renault Clio V und nutzen eine Low-Spec-Version der CMF-B-Plattform. Einen Logan MCV wird es nicht mehr geben. Anfang 2021 wird Renault den Captur II als Plug-In-Hybrid vermarkten. 2022 wird Dacia den Lodgy durch ein neues Fahrzeug mit sieben Sitzen ersetzen. Dieser Crossover wird ebenfalls auf der CMF-B-Plattform stehen und dürfte das erste Fahrzeug von Dacia mit einem Hybridmotor werden. Anschließend werden auch der Logan und Sandero mit einem Hybrid ausgestattet.

Neue Kompakte

Auch bei den Kompaktfahrzeugen wird sich etwas tun. So dürfte im Frühjahr 2021 das SUV-Coupé Arkana auf den Markt kommen, der bereits jetzt als XM3 in Südkorea auf dem Markt ist. Ein Jahr später steht dann der neue Kadjar an, welcher auch als Siebensitzer kommen soll. Er wird auf der CMF-C-Plattform stehen und etwas in die Länge wachsen. Außerdem wird sich Renault vom Diesel verabschieden, der kommende Kadjar kommt dann als Benziner und als Hybrid mit einem E-Tech-Motor. Die Plug-In-Hybrid-Version vom kommenden Kadjar wird technisch identisch mit dem Mitsubishi Outlander sein. Ebenfalls ist 2022 ein Facelift vom Dacia Duster II fällig, welches jedoch nur leicht ausfallen dürfte. Und 2023 wird es schließlich einen Nachfolger für den Renault Mégane geben. Dieser dürfte aber, ähnlich wie der Kia XCeed Crossover-Elemente bekommen (Dachreling, angedeuteter Unterbodenschutz und Planken aus Plastik).

Neue Lieferfahrzeuge

Im Herbst 2020 wird Dacia den Dokker II vorstellen. Der Nachfolger des aktuellen Dokkers steht jedoch noch auf der veralteten B0-Plattform, kommt also nicht in den Genuss vieler Neuerungen, wie zum Beispiel der Sandero III. Anfang 2021 kommt der Kangoo III. 2022 kommt eine Neue Version vom Renault Traffic, der auf mit einem Plug-In-Hybrid ausgeliefert werden könnte.

Einige Modelle werden verschwinden

In der Zukunft will Renault die Anzahl der verwendeten Plattformen von rund 13 auf nur noch vier zusammenstreichen. In diesem Zuge werden auch gleich einige Modelle nicht erneuert. So werden unter anderem die Vans Scénic und Espace nicht erneuert. Sie fallen der gesunkenen Nachfrage und des SUV-Booms zum Opfer. Auch der Koleos und Alaskan werden längerfristig vom Markt verschwinden, was unter anderem am Rückzug der Marke aus China liegt. Auch der Talisman wird nach dem aktuellen Facelift nicht erneuert. Allerdings Plant Renault als Ersatz eine elektrische Limousine.

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