Der letzte Mohikaner: Der Renault Espace 5 Facelift

Heimlich, still und leise hat Renault Informationen zum  Facelift vom Espace 5 veröffentlicht. Neben einer aktualisierten Optik kommt das Facelift mit neuer Technik, neuen Assistenzsystemen, neuen Scheinwerfern und einem verbesserten Infotainmentsystem. Mit der Farbe  „Mangostan Rot” kommt zudem eine neue Lackierung hinzu. Ab Anfang 2020 soll das neue Modell bei den Händlern stehen.

Leichte optische Veränderungen

Das Facelift vom Espace ist das, was es sein soll: Eben nur ein Facelift. Das erkennt man bereits an der Front des Fahrzeuges: Während man bereits auf den ersten Blick erkennt, dass es sich um ein Espace handelt, sieht man doch optische Modifizierung. Die deutlichste sind dabei die neuen Scheinwerfer. Dabei verbaut Renault erstmals Matrix Vision LED-Scheinwerfer: Über eine Frontkamera erkennt das Fahrzeug bereits aus über 550 Metern Entfernung vorausfahrende Fahrzeuge und aus 360 Metern reflektierende Objekte wie etwa Verkehrszeichen. Aus den so gewonnen Daten werden die einzelnen LED-Leuchten in den Scheinwerfern geschaltet, sodass man permanent mit Fernlicht fahren kann. Die LED Matrix Vision Scheinwerfer steigern die Lichtausbeute um 50 Prozent. Die maximale Leuchtweite steigt von 175 auf 220 Meter.

Neu sind auch die Lufteinlassöffnungen an der Front sowie Zierelemente aus Chrom, die sich rund um das Fahrzeug befinden. Ein neuer, angedeuteter Unterbodenschutz sollen das Exterieur abrunden und für ein robusteres Auftreten sorgen.

Easy Link

Neu im Espace ist auch das neue Infotainmentsystem Easy Link. Neben einer neuen, benutzerfreudlicheren Menüführung bietet das Gerät Navigations- und Software-Updates „over the air” wie bei einem Smartphone. Das System ist hierdurch immer auf dem neuesten Stand. Durch das neue,  9,3-Zoll (23,6-Zentimeter)-Touchdisplay musste die Mittelkonsole angepasst werden. Diese erhält im Rahmen der Modellpflege ein zusätzliches geschlossenes Ablagefach. Auch die Bedienelemente der Klimaautomatik präsentieren sich in neuem, ergonomisch nochmals günstigerem Look. Smartphones lassen sich zudem durch Induktion laden.

Neue Assistenzsysteme

Mit dem Facelift halten zudem auch neue Assistenzsysteme Einzug. So kann das Fahrzeug dank Easy Link und dem neuen Autobahn- und Stauassistenten auf mehrspurigen Straßen zum größten Teil autonom lenken, beschleunigen und auch abbremsen. Ein radarbasierter Querverkehrswarner sorgt beim Rangieren für mehr Sicherheit, indem er vor Menschen, Fahrräder und Fahrzeuge warnt, die von der Seite kommen. Dies wird durch optische Signale in den Außenspiegeln realisiert. Der neue Easy-Park-Assistent parkt selbstständig ein und aus. Neu ist dabei, dass er auch selbstständig beschleunigen und abbremsen kann. Außerdem erweitert Renault im Espace den Notbremsassistenten um die Fußgängererkennung sowie den Spurhalte-Warner um den Spurhalte-Assistenten, der korrigierend in die Lenkung eingreifen kann. Erstmals erhält der Espace ferner die Müdigkeitserkennung. Der Toter-Winkel-Warner arbeitet mit Radar- statt wie bisher Ultraschallsensoren. Neu ist je nach Ausstattung außerdem das Kombiinstrument in TFT-Technik mit 10,2-Zoll (26-Zentimeter)-Bildschirmdiagonale und integrierter 3-D-Navigationsanzeige. Der Fahrer kann Farbe und Darstellung individuell konfigurieren.

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Vorerst der letzte Espace

Wie bereits berichtet, dürfte das Facelift vorerst die letzte Version vom Espace sein. Sinkende Verkaufszahlen un der SUV-Boom machen das Leben der Mini-Vans durchaus kompliziert. Allerdings dürften das neue Facelift noch rund vier Jahre verkauft werden, wenn man nach dem Produktzyklus von Renault geht.



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