Fusion mit Fiat Chrysler geplatzt

In der Nacht zum Donnerstag hat der italienische Automobilkonzern Fiat Chrysler (FCA) sein Angebot über eine Fusion mit sofortiger Wirkung zurückgezogen.  In einer Erklärung schrieb der italienisch-amerikanische unter anderem: Für einen Zusammenschluss seien „die politischen Voraussetzungen in Frankreich derzeit nicht gegeben“. Das Thema Fusion dürfte damit erstmal komplett vom Tisch sein.

Mit den Worten dürfte Beobachtern nach vor allem der Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire gemeint sein. Dieser hatte wohl gesagt und angedeutet, dass er auf Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Industrieanlagen in Frankreich bestehe. Zudem solle Frankreich, welches immerhin mit 15 Prozent an Renault beteiligt ist, mit im neuen Vorstand vertreten sein.

Aus französischen Regierungskreisen hieß es Berichten nach bis jetzt, dass es keinen guten Grund geben würde, das Angebot so überstürzt zurückzuziehen. Allerdings soll Fiat Chrysler von Anfang an massiven zeitlichen Druck ausgeübt haben. Außerdem soll versucht worden sein, die Verhandlungen nach dem Ansatz „take it or leave it“ durchzuführen. Die französische Seite habe jedoch klar gemacht, dass sie sich nicht derart unter Druck setzen lasse.

Die Wirtschaft das das Ende der Gespräche negativ bewertet. Die Aktienkurse von Renault und FCA brachen nach dem Bekanntwerden ein. Der Haushaltsminister sagte jedoch dem Radiosender FranceInfo, er hoffe, dass die Tür für eine Fusion nicht für immer zu sei.



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