Sandero/Logan III: Preise dürften (deutlich) steigen

Dass es einen neuen Sandero bzw. Logan geben wird, ist kein Geheimnis. Das jetzige Modell ist nun seit 2012 auf dem Markt und erreicht 2020 das Ende seines acht-Jahres-Zyklus. Auch die Tatsache, dass das neue Modell auf einer neuen Plattform (CMF-B) stehen wird, ist seit längerer Zeit kein Geheimnis mehr. Zudem wird es dank EU-Vorschriften neuere Motoren und mehr Technik geben. Was daraus resultiert, ist klar: Die Preise dürften steigen.

Die Frage, warum Dacia so erfolgreich ist, lässt sich ganz schnell und einfach beantworten: Aufgrund des Preises. Der Automobilhersteller aus Rumänien hat sich darauf spezialisiert, Autos ohne viel Schnick-Schnak zu einem Günstigen Preis anzubieten – und das kommt bei vielen Kunden an. Doch die Technik entwickelt sich immer weiter und auch die EU macht am laufenden Band neue Vorschriften. Das hat zur Folge, dass Dacia mitziehen muss und mehr Assistenzsysteme, neue Motoren und verbesserte Abgassysteme installieren muss (zum Beispiel e-Call). In Kombination mit neuer Technologie des Clio V, dessen Basis der Sandero III nutzt, die noch nicht rentabel ist bzw. sich noch nicht amortisiert hat, wird Dacia an der Preisschraube drehen müssen. Eines ist daher sicher: Den Einstiegspreis von 6999 Euro (Sandero) bzw. 7990 Euro (Logan MCV) wird Dacia nicht halten können. Die Preise dürften um jeweils 1000 Euro steigen.

Andererseits darf Dacia die Preise nicht zu hoch ansetzen. Sind diese zu hoch, besteht die Gefahr, dass Kunden zu anderen Marken abwandern – zum Beispiel Hyundai oder Kia, die ebenfalls preiswerte Fahrzeuge im Angebot haben. Bei zu niedrigen Preisen jedoch wäre das Fahrzeug nicht rentabel und der Clio könnte kannibalisiert werden. Denkbar wären Preise von bis zu 18.000 Euro für eine Vollausstattung und der stärksten Motorisierung. Das wären rund 2000 Euro mehr als jetzt.



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