Shell wird zur Stromtankstelle

Zwar laufen die Geschäfte mit dem Öl noch gut, doch denken einige Tankstellen bereits an die Zukunft: Das Öl wird knapper und die Elektromobilität kommt langsam in Fahrt. So will Shell noch in diesem Jahr an 50 Tankstellen in Deutschland Ladesäulen mit insgesamt 100 Ladepunkten installieren. Der Energieriese arbeitet dabei mit dem Stromkonzern EnBW zusammen, der den Kunden 100 Prozent Ökostrom garantiert.

In einer Pressemitteilung hat der Konzern mitgeteilt, dass man Schnellladesäulen mit einer Leistung von 150 Kilowatt und mehr installieren will. Mit diesen ist es theoretisch möglich, dass zwei Elektrofahrzeuge innerhalb von 10 Minuten für eine Reichweite von 100 Kilometern „nachtanken“ können. Lädt nur ein Fahrzeug an der Säule, muss dieses für 100 Kilometer lediglich fünf Minuten laden.

In der Bundesrepublik ist Shell der erste größere Tankstellenkonzern, der seine Tankstellen umrüsten bzw. erweitern will. Zwar werden vorerst nur 50 der rund 2000 Tankstellen in Deutschland umgerüstet, doch dies soll laut Shell erst der Anfang sein. Die Pläne wurden zum richtigen Zeitpunkt veröffentlicht, denn mittlerweile bieten Discounter, Möbel- und Supermärkte Ladesäulen zum Laden an. Auch Kommunen und Städte betreiben in Zusammenarbeit mit örtlichen Energieversorgern Ladesäulen.

Nach Angaben des Branchenverbandes gab es im März 2019 in Deutschland rund 17.400 Ladepunkte für E-Autos und Hybridfahrzeuge. Während das Netz in den Städten immer dichter wird, fehlen vor allem auf dem Land entsprechende Lademöglichkeiten. Doch damit sich die Elektromobilität weiter ausbreiten kann, wird ein wesentlich dichteres Netz benötigt, um ohne Probleme auch größere Strecken zurücklegen zu können.



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